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Kurzporträt: Arbeitskreis Kunstgeschichte und Bildung

06.02.2026

In lockerer Reihe geben wir den Netzwerken unseres Faches die Gelegenheit, ihre Strukturen, Ziele und aktuellen Fragestellungen zu präsentieren.

Welche Ausrichtung hat der AK Kunstgeschichte und Bildung?

Der AK befasst sich mit der Rolle der Kunstgeschichte in Bildungsprozessen und Bildungsbereichen. Wir möchten uns aus Sicht des Faches mit der gesellschaftlichen Bedeutung von Bildung auseinandersetzen und eine Plattform sein, um Kunstgeschichte im Kontext von Schule, Lehrer-/innenbildung und anderen Bildungsbereichen sichtbar zu machen, uns einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.

Eines unserer Ziele ist es, aus dem Fach heraus Begründungen und Forderungen für Gegenstandsbereiche, Methodenhorizonte und Kompetenzerwartungen des Kunstunterrichts zu formulieren. Damit möchte der Arbeitskreis Kunstgeschichte und Bildung ein Verhandlungspartner in bildungspolitischen Prozessen (Schulministerien, Kultusministerkonferenz) sein und die Anliegen des Faches etwa bei der Formulierung von Bildungsstandards und Curricula einbringen.

Wie setzt er sich zusammen?

Der AK versteht sich als eine Plattform, in der an Bildungsprozessen und Bildungsvermittlung interessierte Kunsthistoriker/‑innen aus vielfältigen Bereichen zusammentreffen, in den Austausch und vor allem ins „Tun” kommen. Durch unsere verschiedenen fachlichen Hintergründe bringt jede/‑r Handlungsoptionen mit, die wir vernetzt zum aktiven Gestalten einsetzen. Dabei sind wir offen für alle Interessierten.

Wer kann mitmachen und wie?

Wir freuen uns über Interessierte aus unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern der Kunstgeschichte, die Potential für die Sichtbarkeit der Kunstgeschichte in Bildungsprozessen in ihren Interessensbereichen sehen und sich hier engagieren wollen. Der AK arbeitet in einer losen Struktur überwiegend online, unregelmäßig sind aber auch Treffen in Präsenz vorgesehen. Für die Online-Treffen kann man sich gerne bei via E-Mail bei Julia Trinkert melden. Das nächste Präsenztreffen zum Thema „Wie vermittelt sich die Kunstgeschichte selbst?“ findet während des Deutschen Kongresses für Kunstgeschichte in München am 26. Februar 2026 von 14:15 bis 15:45 Uhr in Raum A015 im Hauptgebäude der LMU statt. Auch dazu eine herzliche Einladung!

Welche Themen sind aktuell von Bedeutung?

Wir setzen uns dafür ein, dass Bildungsstandards für das (Schul-)Fach Kunst unter Beteiligung von Kunsthistoriker/‑innen diskutiert und formuliert werden. Aber auch in anderen Bildungsbereichen muss das Kerngebiet des Faches, die Bildkompetenz, vom Fach vertreten werden. Dies ist umso wichtiger, da Bildkompetenz als individuelle Fähigkeit für demokratische Prozesse unerlässlich ist – in Zeiten von KI-generierten Bilderfluten umso mehr. Um auch zukünftig unser gemeinsames kulturelles Erbe gesellschaftlich verankert über Museen, Denkmale, Kirchen, Schlösser, Schatzkammern, Gärten etc. in die nächste Generation zu vermitteln, brauchen wir kunsthistorische Themen schon in den Schulen.

Welche zukünftigen Projekte möchte der AK Kunstgeschichte und Bildung verfolgen?

Wir möchten die Anliegen des AKs zunächst möglichst breit in den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern der Kunstgeschichte aufstellen. Danach werden wir einzelne Projekte zu gesellschaftspolitischen Fragestellungen im Bildungsbereich formulieren, um diese dann dezentral durchzuführen. Dazu vernetzen wir uns auch mit uns fachlich nahe stehenden Institutionen und Organisationen.

Mitmachen erwünscht!

Wollen Sie sich im Arbeitskreis engagieren? Dann melden Sie sich gerne bei der Sprecherin des Arbeitskreises Julia Trinkert unter trinkert@hhu.de. Wir freuen uns!