Gründung eines Ausschusses zum Schutz wissenschaftlicher Freiheit in der Kunstgeschichte
Auf unserer Mitgliederversammlung am 28. Februar 2026 haben wir beschlossen, dass ein „Ausschuss zum Schutz wissenschaftlicher Freiheit in der Kunstgeschichte“ eingerichtet wird, zu dem auch Vertreter/ innen anderer Fachverbände eingeladen werden sollen. Ziel des Ausschusses ist es, Konzepte und Maßnahmen zur Umsetzung folgender Themen zu entwickeln und zu koordinieren: Unterstützungsangebote, Netzwerk, Austauschforen, Monitoring-System, Schulungen, Fortbildungen, Best-Practice-Beispiele, Handlungskonzepte.
Der Vorstand bereitet derzeit das Auftakttreffen des Ausschusses vor.
Gründung einer AG Fachethik
Das Auftakttreffen der neu zu gründenden Arbeitsgruppe Fachethik fand statt am 21. November 2025, 14–16 Uhr. Ziel der AG ist es, zentrale ethische Fragestellungen unseres Faches zu reflektieren, zu diskutieren und praxisnahe Lösungen zu entwickeln, wie die gemeinsame Verantwortung für ethische Standards in der kunsthistorischen Praxis umgesetzt werden kann.
AG Verbandsgeschichte
Der Deutsche Verband für Kunstgeschichte wird in den kommenden Jahren die Erforschung und Historisierung der Verbandsgeschichte weiter vorantreiben.
Um diesen Beschluss Mitgliederversammlung (2024) umzusetzen und die entsprechende Forschung zu fördern, hat der Vorstand 2025 einen Ausschuss eingerichtet. Auf dem Deutschen Kongress für Kunstgeschichte 2026 in München fand eine Sektion zur Verbandsgeschichte statt, in der die Arbeitsgruppe vier Schwerpunktsetzungen vorstellte.
Alle Verbandsmitglieder sind herzlich eingeladen, sich jederzeit der Arbeitsgruppe anzuschließen (Kontakt: verbandsgeschichte@kunstgeschichte.org).
Mitglieder der AG Verbandsgeschichte
1. Die Gründungsphase des Verbandes und die Vorgeschichte
- Christian Fuhrmeister, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München
2. Tiefgreifende Bewegung im Selbstverständnis: um 1968/1970 und danach
3. Osten/Ost-West/Europa: deutsch-deutsche Verhältnisse, der Umbruch um 1989/90 und die Folgen
4. Der Verband in Gegenwart und Zukunft: „Neue“ Diskurse um Gender, Herkunft und Intersektionalität
- Lisa Beißwanger, Universität Koblenz
- Yasmin Frommont, Heidelberg
- Cornelia Kirschbaum, Deutscher Verband für Kunstgeschichte, Bonn
NFDI4Culture: Forschungsdateninfrastruktur für materielle und immaterielle Kulturgüter
In der Konsortiumsinitiative „NFDI4Culture“ haben sich Partner/‑innen aus Forschung, Gedächtnisinstitutionen und Infrastruktureinrichtungen zusammengefunden, die sich dem Aufbau einer dezentralen, fach- und forschungsnahen Infrastruktur für Forschungsdaten aus dem Bereich der materiellen und immateriellen Kulturgüter widmen. Die wissenschaftliche Notwendigkeit und zugleich das kulturpolitische Potential von NFDI4Culture ergibt sich aus den Besonderheiten der beforschten, primär nicht-textuellen Güter, deren materiale und mediale Dimensionen einen Eigenwert besitzen, der nicht vollständig in einer digitalen Repräsentation aufgeht. Das Konsortium NFDI4Culture hat am 1. Oktober 2020 seine Arbeit aufgenommen.
Als Fachverband, der die Bedarfe der von ihm vertretenen Wissenschaftscommunity hinsichtlich spezifischer Forschungsdateninfrastrukturen klar sieht und den Entstehungsprozess von NFDI4Culture maßgeblich mitgetragen hat, möchte der Deutsche Verband für Kunstgeschichte gemeinsam mit anderen Fachgesellschaften vor allem über das Board mit dem Sprechergremium kommunizieren bzw. sich an Arbeitsteams und Foren beteiligen. Ziele sind der gemeinsame Aufbau einer nationalen Infrastruktur und die Bildung eines den materiellen und immateriellen Kulturgütern gewidmeten Konsortiums.
Mitglieder im Ausschuss NFDI4Culture
- Jaqueline Klusik-Eckert, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Heine Center for Artificial Intelligence and Data Science (HeiCAD) & Steering Board Chairperson
- Georg Schelbert, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München & Steering Board Member

Ausschuss Bildrechte (2017–2022)
Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker sind in ihrem Arbeitsalltag auf vielfältige Weise mit bildrechtlichen und urheberrechtlichen Fragen konfrontiert. Mit ihren eigenen Forschungsbeiträgen in Publikationen legen sie selbst Werke vor, die dem Schutz des Urheberrechts unterliegen. Zugleich aber müssen sie bei Recherchen, Forschungen und Veröffentlichungen häufig auf Werke anderer, vor allem auf Abbildungen, zurückgreifen und dabei deren berechtigte Interessen wahren. Neben dem Urheberrecht, das vor allem bei Werken der modernen und zeitgenössischen Kunst greift, gilt es dabei auch den sog. Lichtbildschutz (das Recht an fotografischen Aufnahmen), Persönlichkeitsrechte sowie das Hausrecht von Institutionen wie Museen im Blick zu behalten. Mit der zunehmenden Digitalisierung und Globalisierung des kunsthistorischen Arbeitens und Publizierens nimmt die Komplexität dieser Fragen weiter zu. Der Verband hat daher einen Ausschuss eingerichtet, der eine doppelte Zielsetzung verfolgt: Zum einen soll er wesentliche Informationen zu Fragen des Bildrechts in einer handlichen Broschüre zusammenführen; zum anderen sollen auf dieser Grundlage Probleme identifiziert werden, auf deren Lösung der Verband gegenüber politischen Entscheidungsträgern hinwirken kann.
Die Bemühungen des Ausschusses werden flankiert von den Workshops „Bildrechte im Griff“, die der Verband mehrmals jährlich anbietet, sowie von Stellungnahmen, mit denen sich der Verband bereits jetzt in Diskussionen um bild- und urheberrechtliche Fragen einbringt.
Mitglieder
- Thomas Dreier, Karlsruher Institut für Technologie
- Veronika Fischer
- Marcello Gaeta (Geschäftsführer des Verbandes)
- Johannes Grave, Universität Jena (ehem. Vorstandsmitglied des Verbandes)
- Roland Nachtigäller, Stiftung Insel Hombroich
- Grischka Petri, FIZ Karlsruhe
Publikation
„Bildrechte in der kunsthistorischen Praxis – ein Leitfaden“
publiziert in Open Access, 2021 (zweite Auflage 2022) und als gedruckte Fassung, Berlin: Hatje Cantz, 2023