
Die Belange von Denkmalschutz und Denkmalpflege spielen im Deutschen Verband für Kunstgeschichte e.V. traditionell eine wichtige Rolle.
Mit der Roten Liste will der Vorstand dazu beitragen, auf Gefährdungen aller Art aufmerksam zu machen. Indem wir ausgewählte Beispiele von bedrohten Denkmälern vorstellen, wollen wir das Verständnis für die Objekte schärfen und Lösungswege aufzeigen. Wir sind überzeugt, dass in diesen Fällen zugunsten des Denkmals entschieden werden könnte. In Kurzporträts wollen wir die Objekte und ihre Werte darstellen, die oft verwickelten Situationen entflechten und Alternativen andenken. Kunsthistorische Expertise ist dabei ein wichtiger Baustein – zugleich oft von politischer Realität überholt und von Faktoren überwogen, die weit außerhalb eines kunsthistorischen Zugriffs liegen. Wo gegen die offensichtlich dokumentierten historischen Werte und die Potenziale entschieden wird, geben wir den Objekten eine Stimme und mahnen als Denkmalgewissen.
Das Denkmalgewissen profitiert von Facettenreichtum und Vielstimmigkeit, damit Denkmäler eine starke Lobby haben!
Mitglieder, Freundinnen und Freunde des Verbandes sind aufgerufen, der Redaktion weitere Beispiele zu nennen.
Goldene Abrissbirne 2025:
Verlust der ehemaligen Pfarrkirche St. Laurentius in Haltern am See
18.11.2025
Die Goldene Abrissbirne des Deutschen Verbandes für Kunstgeschichte e.V. wird in diesem Jahr an das Bistum Münster verliehen, und zwar für den Abriss der römisch-katholischen Pfarrkirche St. Laurentius (Otto Bongartz, 1953/54) auf dem Römerberg in Haltern am See – im Kontext der Abbruchwelle von Nachkriegskirchen in Deutschland.




