Studium und Beruf

Studium

In der Regel setzt das universitäre Studium der Kunstgeschichte das Abitur voraus. Gute Fremdsprachenkenntnisse sollten spätestens im Verlauf des Studiums erworben werden. Während ein eigenes praktisches künstlerisches Talent nicht zwingend erforderlich ist, sind für ein erfolgreiches Studium eine visuelle und analytische Begabung sowie die Fähigkeit zum differenzierten sprachlichen Ausdruck von großer Bedeutung.

Als erster berufsqualifizierender Abschluss gilt offiziell der Bachelor of Arts. Sehr viele Tätigkeiten erfordern allerdings vertiefte Kenntnisse und Kompetenzen, so dass für sie ein Master of Arts oder sogar eine Promotion nachzuweisen ist. Da das Studienfach Kunstgeschichte Voraussetzung für ein breites Spektrum an Berufsfeldern ist, stehen im Studium selbst jene Fragestellungen, Methoden und Kompetenzen im Vordergrund, die für alle oder zumindest viele kunsthistorischen Berufsfelder von grundlegender Bedeutung sind. Je nach Berufswahl schließt sich an das Studium eine weitere wissenschaftliche Qualifikation (in Form einer Promotion), ein Volontariat (z. B. in Museen oder Verlagen) oder eine andere praktische Tätigkeit an.

Studiengänge

Neben den grundständigen kunsthistorischen Studiengängen (zumeist an Universitäten) werden an Universitäten, Akademien und Hochschulen zahlreiche weitere Studiengänge angeboten, in die kunsthistorische Studienanteile integriert sind. In besonderem Maße gilt das für die Kunstpädagogik sowie für Studiengänge der Gestaltung, des Designs und der Architektur. Aufbaustudiengänge wie beispielsweise zur Denkmalpflege oder Museologie sowie Graduiertenkollegs und ‑schulen dienen der weiteren wissenschaftlichen Spezialisierung.

Studienorte

Einen Überblick über alle Studienorte für das Fach Kunst­ge­schicht­e/Kunst­wissen­schaft bietet der Hoch­schul­kompass, ein Angebot der Hoch­schul­rektoren­kon­ferenz. Für jeden ein­getra­genen Studien­gang steht dort ein Steck­brief mit allen aktuellen In­for­ma­tionen zu Ab­schlüs­sen, Zugangs- und Zulas­sungs­vor­aus­setzun­gen, Fristen und An­sprech­per­sonen zur Ver­fügung.

Studiengänge
Kunst­geschich­te/Kunst­wissen­schaft

Informations­portal der Hoch­schul­rektoren­kon­ferenz (HRK)

Zur Studien­gangs­suche

Early-Career-Netzwerke

Nachwuchsforum – Deutscher Verband für Kunstgeschichte

Das Nachwuchsforum ist seit 2015 fester Bestandteil des Foren­programms auf den Deutschen Kongressen für Kunstgeschichte und wird in der Regel von Studieren­den der jeweiligen Gast­universität ausgerichtet.

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Kunsthisto­rischer Stu­die­renden­kon­gress

Der Kunsthisto­rische Stu­die­renden­kon­gress (KSK) ist die Voll­versamm­lung aller Stu­die­ren­den der Kunst­geschich­te und Kunst­wissen­schaf­ten des deutsch­sprachi­gen Raumes. Er findet seit 1969 in der Regel jedes Se­mester an einem unter­schied­li­chen Ort im deutsch­spra­chi­gen Raum statt. Der KSK versteht sich als ein poli­ti­sches Gre­mium.

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Nachwuchs­netzwerk Junge Kunst­ge­schich­te

Das 2021 gegrün­dete Nachwuchs­netzwerk Junge Kunstgeschichte ver­steht sich als eine unab­hängi­ge Initia­tive (post-)gra­du­ier­­ter Nach­wuchs­wissen­schaft­ler/‑innen aller Fach­berei­che und Insti­tu­tionen, die zu kunst­histo­ri­schen und bild­wissen­schaft­li­chen Frage­stel­lungen arbei­ten. Im Mittel­punkt steht ein in­for­melles und ent­spann­tes Zu­sam­men­kom­men in Form eines digi­ta­len Kol­lo­quiums.

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Arbeitskreis Volontariat – Deutscher Museums­bund

Der Arbeitskreis Volon­ta­riat im Deut­schen Mu­seums­bund ver­tritt die Inter­es­sen der Volon­tärin­nen und Volon­tä­re an Museen, Gedenk­stät­ten sowie in ver­gleich­baren kul­turel­len Ein­rich­tungen in Deutsch­land. Neben dem fach­lichen Aus­tausch steht beim Ar­beits­kreis das kultur­po­li­ti­sche Engage­ment im Fokus.

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Young Profes­sio­nals Netz­werk – ICOM Deutsch­land

Das ICOM Deutschland – Young Pro­fes­sio­nals Netz­werk ist ein trans­dis­zipli­närer Zu­sam­men­schluss von Stu­die­ren­den und Pro­mo­vie­ren­den muse­ums­naher Stu­dien­gänge sowie Volon­tär/‑in­nen und Berufs­ein­stei­ger/‑innen, die weniger als fünf Jahre haupt­beruf­lich für Museen und ver­gleich­bare In­sti­tu­tio­nen agieren.

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Arbeits­gruppe Volon­ta­riat in der Denkmal­pflege – VDL

Die AG Volon­ta­riat in der Denkmal­pfle­ge der Ver­eini­gung der Denk­mal­fach­ämter in den Län­dern (VDL) wird aus den wissen­schaft­li­chen Volon­tärin­nen und Vo­lon­tä­ren in der Bau- und Kunst­denk­mal­pflege ge­bil­det. Sie kommt regel­mäßig zu Ta­gun­gen zu­­sam­men, um neben dem wis­sen­schaft­li­chen Aus­tausch auch In­hal­te, Fra­gen und Pro­ble­me der Aus­bil­dung in der Denk­mal­pfle­ge zu erör­tern. Darü­ber hinaus ver­sucht sich die AG aktiv an ak­tuel­len Dis­kus­sionen der Denk­mal­pflege zu betei­li­gen.

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Doktorand:innen Italien Netzwerk (DIN)

Das DIN ist eine Arbeits­grup­pe inner­halb des Netz­werks Italien­for­schung. Es ver­steht sich als Forum für Aus­tausch, Ver­net­zung und Unter­stüt­zung unter Pro­mo­vie­ren­den und Pro­mo­tions­in­teres­sierten. Ziel der Arbeits­gruppe ist die Stär­kung der Ver­net­zung un­ter­ein­ander sowie die Sicht­bar­ma­chung und Po­si­tionie­rung von The­men und In­hal­ten der Pro­mo­vieren­den in­ner­halb der Italien­for­schung.

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Internationales Doktorand*innenforum Kunstgeschichte des östlichen Europas

Das Forum ist angegliedert an die Professur für Kunstgeschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin. Es findet in einem ein- oder zweijährigen Turnus in Berlin statt und bietet internationalen Doktorandinnen und Doktoranden Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung.

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Transdisziplinäres Promovierendennetzwerk Provenienzforschung (tpp)

Das Netzwerk ist ein fächer- und länderübergreifender Zusammenschluss von Promovierenden im Bereich Provenienzforschung. Die Mitglieder des tpp unterstützen sich gegenseitig auf dem Weg der Promotion und für die berufliche Zukunft. Sie profitieren regelmäßig von verschiedenen Angeboten wie Workshops, Stammtischen oder Impulsvorträgen.

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Berufsfelder

Das Studium der Kunstgeschichte qualifiziert für eine Vielzahl von Berufsfeldern. Kunsthistoriker/‑innen verfügen über die Kompetenz, Kunstwerke, Bilder und Bauten in ihren materialen und medialen Bedingtheiten zu verstehen, sie historisch einzuordnen, ihre Bedeutung zu beschreiben und ihre Wirkung zu erklären. Diese Fähigkeiten sind in besonderer Weise in einem gesellschaftlichen Umfeld gefragt, das zunehmend von einer stetig steigenden Zahl von Bildern und neuen visuellen Phänomenen geprägt ist.

Zu den Berufsfeldern, in denen kunsthistorische Kompetenzen von besonderer Bedeutung sind, zählen die Bereiche Ausstellungswesen (Museen, Kunstvereine etc.), Denkmalpflege, Forschung und Lehre, Kunstmarkt (Galerien, Auktionshäuser etc.), Restaurierung, Archivwesen/Dokumentation, Kunsterziehung, Erwachsenenbildung, Verlage, Kunstkritik, Journalismus, Kunstversicherungen und Kulturtourismus. Ein Teil dieser Tätigkeiten wird nicht in Anstellungsverhältnissen, sondern in der beruflichen Selbständigkeit ausgeübt.

Hinweise zum Berufsbild bei der Bundesagentur für Arbeit

Titelbild: Read 3048651_1920